Vertreter*innen aus Europäischer Kommission, Industrie und Gewerkschaften diskutierten am 10. Dezember auf Einladung von E.ON Foundation und WZGE.
Wie blicken Beschäftigte aus Deutschland, Frankreich und Polen auf den klimaneutralen Umbau der Industrie? Anlässlich der Veranstaltung „Trust or Bust: Will Net-Zero Industries Thrive in Europe?“ präsentierte Dr. Martin von Broock die Ergebnisse der Studie "Sustainable Industry in Europe: Guidelines for a just Transformation", die das WZGE in Zusammenarbeit mit der E.ON Foundation durchgeführt hat.
Zentrale Punkte der Keynote:
- Trotz zahlreicher Krisen gibt es keine Gegenbewegung zur klimaneutralen Industrie: Eine deutliche Mehrheit in Deutschland, Frankreich und Polen (> 80 %) spricht sich gegen eine Verzögerung der Transformation aus.
- In allen Ländern wünschen sich die Menschen, dass die Regierungen klimafreundliche Technologien fördern und die Energiekosten senken – und nicht die Klimaziele verschieben (< 7 %).
- Um auf Kurs zu bleiben, brauchen wir mehr Erzählungen die zeigen, dass Klimaneutralität und wirtschaftlicher Wohlstand („gute Arbeitsplätze“) zusammengehen – anstatt sie als „entweder-oder“ darzustellen.
Im anschließenden Panel diskutierten die Expert*innen darüber, wie Investitionen in die Transformation gefördert werden können:
- „Wir müssen unser gemeinsames Ziel in Europa betonen“ – Kurt Vandenberghe, Director-Generaldirektor Klimapolitik, Europäische Kommission
- „Wir müssen mehr Kapital anziehen“ – Leo Birnbaum, CEO E.ON SE
- „Transformation gelingt dort, wo Menschen Mitspracherecht haben“ – Judith Kirton-Darling, General Secretary IndustriALL
- „Energiepreise sind der entscheidende Faktor“ – Nicola Rega, Executive Director Climate Change and Energy, Cefic
Studie "Sustainable Industry in Europe: Guidelines for a just Transformation"
Pressemitteilung der E.ON Foundation