Vom 8. bis 12. März vertieften 20 internationale Promovierende experimentelle Methoden der Forschung zu moralischem Verhalten sowie zur Wirtschafts- und Unternehmensethik.
Die Spring School vermittelte Grundlagen experimenteller Forschung im Kontext normativer Fragestellungen. Den Auftakt bildete eine Einführung von Prof. Philipp Schreck (Universität Halle-Wittenberg), gefolgt von Prof. Agne Kajackaite (Universität Mailand) mit der Frage, welche Rolle empirische Forschung für normative Theorien der Wirtschaftsethik spielt. Ein interdisziplinärer Roundtable mit Prof. Agne Kajackaite, Prof. Philipp Schreck, Prof. Marco Meyer und Prof. Jana Friedrichsen beleuchtete zudem Gemeinsamkeiten und Unterschiede experimenteller Designs in verschiedenen Disziplinen.
Prof. Andreas Ostermaier (Universität Kiel) zeigte, wie geeignete Forschungsfragen für verhaltenswissenschaftliche Untersuchungen identifiziert werden können und wann experimentelle Methoden besonders sinnvoll sind. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der praktischen Umsetzung experimenteller Studien. In der Session erklärte Prof. Gari Walkowitz (TU Bergakademie Freiberg), wie sich Forschungsfragen in ein überzeugendes experimentelles Design übersetzen lassen. Aufbauend darauf diskutierten die Teilnehmenden in interaktiven Workshops ihre eigenen Studienideen und entwickelten diese gemeinsam weiter. Prof. Fabio Galeotti (CNRS) widmete sich schließlich der Frage, wie empirische Daten analysiert und Forschungsergebnisse verständlich kommuniziert werden können.
Neben den methodischen Inhalten bot das Programm auch Einblicke in Kommunikation von Forschungsergebnissen über Academia hinaus. In der interaktiven Session mit Dr. Mengchen Dong (Max-Planck-Institut) lernten die Teilnehmenden, wie Studien mit verhaltenswissenschaftlichen Methoden außerhalb der akademischen Welt gepitched werden können.
Wie bei allen Veranstaltungen der Doctoral Academy spielte auch der informelle Austausch eine zentrale Rolle. Gemeinsame Mahlzeiten, Kaffeepausen sowie eine Stadtführung durch Lutherstadt Wittenberg boten Raum für Vernetzung und Diskussion. Die interdisziplinären Teilnehmenden kamen von zahlreichen internationalen Universitäten in Europa und darüber hinaus, darunter etwa die Erasmus University Rotterdam, Aarhus University, University of Michigan, ESSEC Business School, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Innsbruck Universität.
Die Spring School ist Teil der Doctoral Academy, die Promovierende bei ihrer wissenschaftlichen Entwicklung unterstützt. Neben der Spring School umfasst das Programm auch die Summer School „Normative Arguments & Practical Implications“ (30. August-3. September 2026) sowie Writing Retreats (das nächste findet vom 6.-10. Dezember 2026 statt). Weitere Informationen finden Sie unter: https://doctoral-academy.de
Unser besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden für ihr Engagement sowie unseren Referentinnen und Referenten, die ihre Expertise und Erfahrungen großzügig geteilt haben. Ebenso danken wir der Karl-Schlecht-Stiftung, deren Unterstützung diese Veranstaltung ermöglicht hat.