WZGE und E.ON Foundation haben repräsentativ untersucht, wie die Menschen den Einsatz von KI in der Wirtschaft und insbesondere im Energiesektor wahrnehmen.
Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für ein nachhaltiges und effizientes Energiesystem, steht jedoch im Spannungsfeld von Innovationspotenzial und Vertrauen. Die repräsentative Studie von WZGE und E.ON Foundation zeigt, wie Menschen den KI-Einsatz in Wirtschaft und Energiesektor bewerten – und welche unternehmerischen Hebel Akzeptanz und Vertrauen stärken.
KERNERGEBNISSE:
- Blick auf KI in Deutschland: Abwartend, aber nicht ablehnend: 27% trauen der Wirtschaft zu, KI verantwortungsvoll einzusetzen. Der größte Teil (42%) hält sich mit einem Urteil zurück, während 28% der Befragten einem verantwortungsvollen Einsatz von KI in Unternehmen misstrauen.
- Vertrauen entscheidet über Haltung zur Regulierung: Bei Menschen, die Unternehmen beim Umgang mit KI vertrauen, befürworten 56% eine moderate staatliche Kontrolle mit unternehmerischer Selbstbegrenzung und 17% eine enge staatliche Kontrolle. Bei jenen mit geringem Vertrauen wünschen sich 53% eine enge und 37% eine moderate staatliche Regulierung.
- Vertrauensbonus für Energiewirtschaft: Beim KI-Einsatz genießt die Energiewirtschaft höheres Vertrauen als die Wirtschaft insgesamt: 34% vertrauen der Branche (vs. 27% der Gesamtwirtschaft), während der Anteil der „Misstrauenden“ vergleichsweise geringer ausfällt (24% vs. 28%).
- Wissen stärkt Chancenblick im Energiesektor: Unter gut Informierten erkennen 66% mehr Chancen als Risiken. Ohne Wissen sagen das 25%.
- Treiber für KI-Vertrauen im Energiesektor: Menschliche Kontrolle (56%), Einsatzzwecke (51%) und Sicherheitsstrategien (41%). Zugleich akzeptiert mehr als die Hälfte eher Risiken beim KI-Einsatz, wenn dadurch Versorgungssicherheit (55%), Energieunabhängigkeit (54%) oder niedrigere Preise (52%) entstehen.
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
- Beim Thema KI nicht nur begeistern, sondern auch orientieren: Technische Aufgeschlossenheit allein reicht nicht. Menschen suchen Orientierung, wofür und wie Unternehmen KI einsetzen.
- Weniger Regulierung verlangt mehr Selbstbindung: Vertrauen der einen setzt Verantwortung der anderen voraus. Wenn Unternehmen im Interesse rascher KI-Fortschritte weniger Regulierung anstreben, sollten sie umso mehr in vertrauensbildende Selbstbindung investieren.
- Die Energiewirtschaft kann Vertrauenspotenziale nutzen: KI-Einsatz in der Energiewirtschaft bedeutet: Komplexe Technologie trifft auf komplexes System. Menschen knüpfen Vertrauen im Energiesektor daher stärker an Akteure als an Technik. Dieses Asset können Unternehmen für Vertrauensbildung nutzen, indem sie offensiver über Einsatz, Nutzen und Grenzen informieren.
- Resilienz mit Kompetenz verbinden: Vertrauen im Energiesektor gründet auf Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und Bezahlbarkeit – menschliche Kontrolle wird dafür als zentral erachtet. Zugespitzt: Beim KI-Einsatz wünschen die Menschen die Verbindung von systemischer Resilienz und menschlicher Kompetenz. Als Betreiber eines hochzuverlässigen Systems kann die Energiewirtschaft hier aufklären und KI-Innovationen mit bewährten menschlichen Kompetenzen verknüpfen.
Martin von Broock, Vorstandvorsitzender WZGE:
„Unsere Daten zeigen: Die Menschen stehen KI abwartend, aber nicht ablehnend gegenüber. Und je mehr die Wirtschaft selbst in Verantwortung investiert, umso weniger Bürokratie ist von staatlicher Seite notwendig.“
Stephan Muschick, Geschäftsführer E.ON Foundation:
„KI ist der Turbo für die Energiewende. Sie kann die Energieversorgung widerstandsfähiger machen. Aber Technik allein reicht nicht – Unternehmen müssen zeigen, wie sie digitale Intelligenz mit menschlicher Kontrolle verbinden.“
Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen und Handlungsempfehlungen hier zum Download.
Anfragen für Präsentationen oder Hintergrundgespräche mit den Autoren Dr. Martin von Broock | Dr. Georg Röder | Dr. Gonzalo Conti richten Sie bitte an:
Sabine Wellnitz
Leiterin Dialog & Seminare
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